09.06.2016

Liberale Hochschulgruppe Köln verurteilt Blockade der Birlikte-Veranstaltung

Marc BauerDie Liberale Hochschulgruppe an der Uni Köln nimmt mit Empörung zur Kenntnis, dass die Blockade der Veranstaltung „Was gilt es zu verteidigen“ im Rahmen der Birlikte-Dialogwoche am 5.6.2016 durch den Antifa AK Köln, der als autonomes Referat von den Beiträgen der Kölner Studierendenschaft finanziert wird, erfolgte.

Die Liberale Hochschulgruppe an der Uni Köln bedauert, dass die Diskussionsveranstaltung, auf der auch der AFD-Politiker Konrad Adam auftreten sollte, durch die Stürmung der Bühne verhindert wurde. Die Veranstalter der Birlikte-Dialogwoche hatten entschieden, auch mit Vertretern der AFD zu diskutieren. Diese Entscheidung ist zu respektieren. Keinesfalls ist es legal oder legitim, eine solche Entscheidung nach eigenem Gutdünken zu torpedieren.

„Auch wenn wir die Meinungen von Herrn Adam und der AfD in vielen Punkten scharf kritisieren ist für uns Liberale die freie Diskussion einer der zentralen Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Jeder Versuch, die Meinungsfreiheit einzuschränken – egal von welcher Seite – ist eine Gefahr für die pluralistische Demokratie, in der alle Stimmen zu Wort kommen dürfen, solange sie nicht gegen die Strafgesetze verstoßen.“, führt Marc Bauer, Mitglied der LHG Uni Köln aus.

Die Liberale Hochschulgruppe warnt davor, einzelne Gruppen willkürlich aus diesem demokratischen Diskussionsprozess auszuschließen und diese Gruppen auf dem Wege der Selbstjustiz an der Wahrnehmung ihrer Rechte zu hindern. Die Meinungsfreiheit gilt auch und gerade für Meinungen, die mehrheitlich abgelehnt werden.

Mit Bedauern stellen wir fest, dass diese Aktion durch den Antifa AK Köln und damit mit den Mitteln der Kölner Studierendenschaft erfolgte. Die Liberale Hochschulgruppe fordert das Studierendenparlament und den AStA Uni Köln dazu auf, sich klar von diesen Vorfällen zu distanzieren.