Unser Wahlprogramm

Das Wahlprogramm der Liberalen Hochschulgruppe an der Uni zur StuPa-Wahl 2017

AStA 4.0 – Moderne Studierendenvertretung schaffen!

Wer wird sind:

Wir sind Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen, die sich für eine verantwortungsvolle Hochschulpolitik einsetzen. Neben der Mitarbeit im StuPa organisieren wir Veranstaltungen und treffen uns regelmäßig. Liberale Hochschulgruppen gibt es an den meisten deutschen Unis. Uns verbinden liberale Prinzipien wie Selbstverantwortung und Toleranz und die Überzeugung, dass du in der Regel besser weißt, was gut für dich ist, als die Politik.

Unsere Grundsätze:

Im Zentrum unserer Politik steht jede*r einzelne Studierende und keine Ideologie.

Wir wollen im StuPa für die Interessen der Studierenden kämpfen und nicht Weltpolitik betreiben.

Wir versprechen nichts, was wir im StuPa nicht auch umsetzen können.

Wir wollen als Studierende die Uni aktiv mitgestalten und dabei Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Studierenden in den Vordergrund rücken.

Unser Ziel ist eine moderne Uni, die innovativ ist und die bestmögliche Bildung vermittelt.

Unser Ziel:

Wir wollen Hochschulpolitik attraktiv machen und den AStA modernisieren.

Beim Geld hört der Spaß auf – Verantwortungsvoller Umgang mit den Semesterbeiträgen

Der AStA hat seinen Etat in diesem Jahr kräftig erhöht – Sparvorschläge wurden ignoriert. Zugleich war der von einem Referenten der Satire-Liste Die LISTE viel zu spät eingebrachte Haushalt voller Fehler, die mühsam korrigiert werden mussten. Wir halten den AStA für ausreichend finanziert und wollen Euch nicht weiter belasten. Wir fordern:

    • Studentisches Engagement fördern statt Klüngel – Stellen für Projektleiter (aktuell 31) an interessierte und kompetente Studierende vergeben, statt nach Parteibuch aufteilen. Wir wollen, dass alle Studierenden sich auf Stellen im AStA bewerben und sich dort engagieren können
    • Haushaltsführung in kompetente Hände geben und professionelle Standards sichern
    • Transparente Veröffentlichung aller Ausgaben
    • Ausgaben für Reisen und Spesen maßvoll halten
    • Keine Selbstbedienung: Politische Organisationen nicht mehr durch die Hintertür fördern!
    • Gelder nur noch für studentischen Belange ausgeben

Eure Interessen ernst nehmen – Bessere Studienbedingungen als Schwerpunkt

An unserer Uni gibt es viel zu tun: Völlig überfüllte Hörsäle, keine freien Seminarplätze, keine oder keine bezahlbaren Wohnungen, aber auch unnötiger Stress mit der Uni-Bürokratie. Der AStA soll diesen studentischen Themen absoluten Vorrang einräumen vor seinen bisherigen Ausflügen in die Partei- und Weltpolitik. Wir fordern:

    • Intensiver Kontakt des AStA mit Stadt und Uni wegen der studentischen Wohnungsnot – kommunalen Wohnungsgipfel initiieren!
    • Bessere Infos für Ortswechsler und schnellere Anerkennung von Leistungen
    • Besseres Betreuungsangebot durch neutrale Vertrauenspersonen und seelisch-soziale Betreuung
    • Längere Öffnungszeiten für Lernräume, Öffnung des E-Raums als ganztätigen Lernraum
    • Ausbau von Seminarplätzen
    • Mitarbeit des AStA beim „Masterplan“ der Uni: Klarer Fokus auf mehr Lern- und Lehrräume!

Das Digitalste in der Uni dürfen nicht Jodel und Tinder sein

Hast du auch das Gefühl, dass die Uni den technischen Möglichkeiten Jahrzehnte hinterherhinkt? Wir wollen eine moderne Uni, die euch unnötigen Aufwand erspart und digitale Lernmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Wir wollen:

    • Einschreibungsprozess vereinfachen: Idealerweise muss keine Anreise zu einem Immatrikulationstermin mehr nötig sein
    • E-Lecture Angebot schaffen – Live-Streaming und Aufzeichnung von Vorlesungen als Standard
    • Papierwirtschaft abschaffen – Online-Ausfüllung von Dokumenten ausweiten
    • Elektronisches Platzbelegungssystem für Bibliotheken mit Seatfinder
    • W-LAN ausbauen und mehr Steckdosen am ganzen Campus
    • Hausarbeiten elektronisch einreichen – Geld und Papier sparen
    • Elektronisches Chipkartensystem für den Zugang zu Lernräumen
    • 24-Stunden-Bibliothek mit digitalem Ausgabesystem

Gründergeist und StartUp-Kultur – Die Universität zu Köln als Motor für Innovation

Deutschland ist immer schon ein Gründerland gewesen, das sich durch Fortschritt und Innovation auszeichnet. Innovationen entstehen durch Forschung und Wissenschaft, die an Universitäten und Hochschulen betrieben wird. Wir wollen, dass an der Universität zu Köln ein neuer Gründergeist entfacht und eine starke StartUp Kultur wächst. Dazu braucht es von Seiten der Uni jedoch mehr Initiative. Deswegen fordern wir:

    • Mehr Aufklärung über das Thema StartUp und Existenzgründungen durch einmal im Semester oder im Jahr stattfindende Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Gründerinitiativen an der Uni und in Köln (GATEWAY, Entrepreneurs Club Cologne e.V., Enactus Köln e.V. etc.)
    • Einen Lehrstuhl für Entrepreneurship, der sich wissenschaftlich mit Existenzgründungen und unternehmerischen Handeln beschäftigt
    • Die Gründung eines Unternehmens soll als hinreichend für die Genehmigung eines Urlaubssemesters gelten, z.B. bei Gewährung eines Gründerstipendiums
    • Engere Kooperation mit Kölner Gründungszentren, damit junge Unternehmer zu Beginn ihrer Existenzgründung bestmögliche Bedingungen für den Aufbau ihres StartUps haben

Klares Bekenntnis gegen Gewalt! Keine Antifa im AStA!

Für uns als Studierende ist die Uni ein besonders wichtiger Ort für Diskussion und politische Streitkultur. Leider sehen vielen Gruppen den AStA als Möglichkeit, ihnen nahestehende, extremistische Organisationen zu unterstützen. Wir wollen nicht, dass in Eurem Namen zu Gewalt aufgerufen wird. Um Zustände wie in Hamburg, wo StuPa-Mitglieder tätlich angegriffen wurden, zu verhindern, fordern wir:

    • Den Antifa Arbeitskreis abzuschaffen und alle direkten und indirekten Zuschüsse für verfassungsfeindliche Organisationen zu streichen.
    • Ein klares Bekenntnis des AStA gegen Gewalt und Extremismus.
    • Klare Kante gegen rechts zeigen – aber friedlich!
    • Das StuPa tritt für eine offene Diskussionskultur ein, in dem auch abweichende Ansichten zu Wort kommen können

Es ist deine Uni – Mitbestimmung attraktiv machen.

Du kennst dich mit der studentischen Mitbestimmung nicht aus und weißt wenig über StuPa, AStA & Co.? Dann geht es dir wie vielen. Die Studierenden müssen besser über ihre Rechte informiert werden, um sie zu nutzen. Bei einer Wahlbeteiligung von ca. 14% ist die Legitimation des StuPas schwach. Wir wollen eine kritische Uni-Öffentlichkeit, die sich einbringt und wo Missstände auch bekannt und diskutiert werden. Aus der Opposition heraus haben wir dieses Jahr das Streaming von StuPa-Sitzungen durchgesetzt. Für nächstes Jahr wollen wir:

    • Ein besseres Informationsangebot, besonders für Erstsemester
    • Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit weiter verbessern
    • Schluss mit Realsatire in StuPa-Sitzungen: Ernsthafte Beschäftigung mit studentischen Themen statt politischer Selbstbespaßung
    • Besseres Veranstaltungsprogramm mit kontroversen Themen von gesellschaftlicher und politischer Relevanz. Echte Diskussion ermöglichen, statt vorgefertigte Meinungen den Studiereden vorgeben. Podiumsdiskussionen mit Pro und Contra statt eines Referenten. Stärkere Einbindung der Studierenden
    • Raus aus der Filterblase – Neues Verhältnis zwischen AStA und Studierenden

Vielfalt fördern – Studentisches Engagement in Fachschaften und Hochschulgruppen stärken

An der Uni engagieren sich nicht nur die Mitglieder politischer Gruppen. Fachschaften und zahlreiche Hochschulgruppen bereichern den universitären Alltag. Wir wollen die Engagierten als AStA fördern. Deswegen wollen wir:

    • Das AStA-Café in ein Haus des studentischen Engagements umwandeln: Exklusive Räume für die Hochschulgruppen schaffen
    • Weniger Bürokratie bei der Anerkennung studentischen Engagements für Freisemester
    • Studierende, die eine neue Hochschulgruppe gründen wollen, können beim AStA Hilfe und Beratung bekommen
    • Der AStA steht den Hochschulgruppen und den Aktiven als Ansprechpartner zur Verfügung und fördert den Austausch der Gruppen
    • Regelmäßiger Austausch des AStA mit Fachschaften und Hochschulgruppen („Engagiertenkonferenz“)
    • Die Fachschaften werden finanziell besser unterstützt